builderall


Stimmproblem: Vor lauter Angst Schnellsprechen

 

Vielen Menschen, die vor anderen sprechen müssen, ist es besonders unangenehm, wenn ihre Stimme zu zittern beginnt, sie hoch und schrill wird oder gar ganz wegbricht. Das gibt ihnen ein Gefühl zu versagen und sich auf voller Länge zu blamieren. Die meisten beginnen dann sich zu hetzen und sprechen viel zu schnell.


Deine Stimme macht hörbar, wie Du drauf bist


Deine Stimme drückt nun einmal Deine Stimmung aus. Aber auch wie Du zu Deinen Zuhörern stehst, welche Erwartungen Du an ihre Reaktionen hast und was Du selbst von Deinem Inhalt hältst wird über die Stimme transportiert. All das nehmen Zuhörer wahr ? wenngleich auch meist unbewusst. Deshalb zahlt es sich aus, ein paar Gedanken in diese Punkte zu investieren. Ist das Publikum wirklich Dein Feind? Wenn Du neugierig und offen für ihre Reaktionen bist, ihre Antworten nicht als Angriff gegen Deine Persönlichkeit bewertest, tut das nicht nur Deiner Stimme gut, es fördert auch die Beziehungsqualität zu den Zuhörern und macht Dich zusätzlich sympathisch.


Stimme ist ein Gradmesser für Kompetenz

Der optische Eindruck kann noch so gut sein, wenn die Stimme nicht passt, wirst Du rasch als inkompetent wahrgenommen. Daher zahlt es sich aus, Zeit in die Stimmpflege zu investieren. Ein paar Aufwärmübungen bevor Du die Bühne oder Auftrittssituation betrittst helfen Dir zu mehr Wohlgefühl - und dem Publikum auch. Stimmprobleme, falsche Atemtechniken und die damit verbundenen Emotionen übertragen sich sehr rasch. Und am Ende fühlen sich die Zuhörer genauso wie Du: gehetzt, ermüdet oder sogar heiser. Kein guter Zustand um aufmerksam zuhören zu können. Dementsprechend wird dann Dein Vortrag bewertet werden.



Schnellsprechen ist keine Lösung

In unserer schnelllebigen Zeit versuchen wir möglichst viele Informationen in möglichst kurzer Zeit zu vermitteln. Das geeignete Mittel dazu erscheint Schnellsprechen ohne Punkt und Komma. Das geht auf Kosten der Verständlichkeit. Die Zuhörer können Dir dann nicht mehr folgen, weil sie entweder akustisch nichts verstehen oder nicht so schnell mitdenken und verarbeiten können. Du solltest Dir darüber im Klaren sein, dass sie das Gesagte zum ersten Mal hören! Gönne Dir und ihnen immer wieder kleine Pausen.


Pausen schaffen Struktur und fördern die Logik

Pausen strukturieren eine Präsentation und geben Zeit für neue Gedankenimpulse. Nur fülle sie bitte nicht mit ?Äh? und ähnlichen Füllwörtern. Das gilt auch für diejenigen, die aus Nervosität und Unsicherheit rasch fertig sein möchten. Es geht nicht darum langsam und eintönig zu reden, sondern ein angemessenes Sprechtempo zu finden, bei dem sich alle wohl fühlen. Wichtiges wird langsam und betont gesprochen und Unwichtiges schnell. Atempausen sollen bei jedem Satzzeichen eingehalten werden. Wenn ein Satz oder Gedanke zu Ende ist, senke Deine Stimme. Das hilft Dir auf den Punkt zu kommen.


Der Atem als Grundlage für gutes Sprechen

Um das zu erreichen müssen wir uns zunächst einmal mit dem Atem beschäftigen. In der Ruheatmung, wenn Du nichts besonderes leisten musst, sind Ein- und Ausatmung ungefähr gleich lange. Wichtig ist, dass sich Dein Bauch dabei bewegt. Das kannst Du mit Deinen Händen am Nabel kontrollieren. Spürst Du die Atembewegung in Deinen Händen, dann hast Du eine Tief- oder Bauchatmung.


Auch beim Sprechen brauchst Du die Tiefatmung, nur wird die Einatmungsphase verkürzt und die Ausatmungsphase verlängert, da wir beim Ausatmen sprechen. Machst Du es richtig, spürst Du dabei eine Spannung oder einen Druck in der Leibesmitte. Wenn Du mit dem Sprechen fertig bist, entsteht eine kleine Pause, in der die Luft von selbst wieder durch Mund und Nase in Dich einströmt. Lass dabei die Lippen leicht geöffnet. In dieser Pause hat sich die Spannung gelöst und Dein Bauch hat sich merklich bewegt. Übe zunächst nur mit einfachen Worten wie ?Hopp? oder ?Zack? je zehn Mal.

Je öfter Du geübt hast, desto besser weiß Dein Körper, wie er in Stresssituationen beim Sprechen zu einer Tiefatmung zurückfinden kann, um die Stimme ruhig und kraftvoll klingen zu lassen.


Fazit

Atemübungen und Stimmtraining zahlen sich aus. Sie geben Dir mehr Sicherheit, Ruhe und Wohlgefühl. Das wiederum überträgt sich auf das Publikum. Und Du bekommst ein besseres Feedback.


Hol dir auch gleich 10 kostenfreie Tipps, wie du dich auf einen Auftritt oder eine Rede gut vorbereiten kannst: Einfach hier klicken: www.schluss-mit-lampenfieber.com/10-tipps